Geschrieben am 7. Mai 2013 by Angela
Im November 2012 war ich wieder einmal erfolgreiche Gewinnerin eines Buches von vorablesen.de: “Die Plantage” von Catherine Tarley. Doch durch dieses Buch habe ich mich sooooo sehr gequält, dass ich es erst jetzt, ein halbes Jahr später, zu Ende gelesen habe.
Es handelt um William Marshall Spencer, Offizier der britischen Armee, der gegen die Amerikaner im Unabhängigkeitskrieg kämpfte. Er wurde gefoltert und lebensgefährlich schwer verletzt und versteckt sich auf der Plantage “Legacy” der Witwe Antonia Lorimer. Diese versteckt ihn, weil sie gleich erkennt, es ist der Feind, und pflegt ihn gesund. Zwischen den beiden entwickelt sich eine raue Liebesbeziehung. Erst einige Zeit später erfährt sie, dass es eben jener Marshall war, der ihren Mann umbrachte. Nachdem Marshall als ihr Verwalter die Plantage wieder auf Vordermann bringt, verlässt er sie und Antonia wieder und geht nach London zurück. Während all der Zeit keimen die Rachegedanken seinem Peiniger gegenüber.
Die Geschichte ist noch viel verworrener. Viele handelnde Personen spielen eine wichtige Rolle, man würde jedoch zuviel verraten, würde man von ihnen berichten. Am schlimmsten fand ich jedoch den Schreibstil. Tarley will so unbedingt historisch genau sein, dass sie immer alles ganz detailliert beschreibt. So zum Beispiel als sie ein Schiff beschreibt, mit all den Fachwörtern, die man sich so vorstellen kann. Das hat mich unheimlich gelangweilt. Vieles an der Geschichte empfand ich auch als hanebüchen.
FAZIT: Ein überaus langatmiger Roman (850 Seiten, die um 40 Prozent hätten gekürzt werden müssen – der Lektor hat hier m.E. voll versagt!), den ich nie fertig gelesen hätte, wenn ich es nicht für vorablesen.de hätte machen müssen. FINGER WEG!
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Geschrieben am 18. April 2013 by Angela
Endlich konnte ich mir Daniel Glattauers Buch über seinen Neffen Theo ausleihen und lesen. Glattauer hat mit der Geburt seines Neffen sich dazu entschieden, sein Leben zu begleiten und seine Entwicklung zu beschreiben. Die Geschichte geht bis zu Theos 14. Geburtstag.
Im Großen und Ganzen fand ich die Beschreibungen von Theo und wie er seine Umwelt sieht und erlebt als wirklich unterhaltsam und gut geschrieben. Ich dachte zunächst, das wird ein Buch, in dem alle Eltern ihre Kinder ein wenig wiederfinden, denn eigentlich sind ja alle Kinder gleich – doch Theo scheint anders zu sein. Denn ich habe meine Kinder da kaum wiedererkannt. Im Gegenteil wurde mir Theo irgendwann richtig unsympathisch, weil er so anders war wie andere (so erschloss sich ihm der Sinn, im Sand zu buddeln nicht – m.E. eine ganz natürliche, kindliche Eigenschaft).
Insofern war ich froh, als ich nichts mehr von Theo hören musste. Ich werde mich zukünftig doch auf die “normalen” Romane von Glattauer beschränken.
FAZIT: Wirklich ganz nett, es hat aber meine hohen Erwartungen nicht erfüllt.
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Geschrieben am 12. April 2013 by Angela
Ich habe das Hörbuch “Wie Tyler Wilkie mein Leben auf den Kopf stellte und was ich dagegen tun werde” von Shelle Sumners gehört und war restlich begeistert! Wir erleben in dem Roman, wie Grace den gerade nach New York gezogenen Musiker Tyler kennenlernt, als er die Hunde ihrer Nachbarin ausführt. Die Beiden verstehen sich von Anfang an sehr gut, Grace ist allerdings noch in einer Beziehung, weshalb sie die Gefühle für Tyler nicht wirklich zulässt. Er hingegen zeigt direkt, wie gern er sie mag. Dann wird aus dem Provinzmusiker ein Newcomer-Star.
Das Buch ist eine derart schöne Liebesgeschichte, die so richtig was fürs Herz ist, ohne auch nur ansatzweise kitschig zu sein. Grace und Tyler werden auch so toll beschrieben, dass man sie sich richtig gut vorstellen kann und sich somit so schön in die Liebenden reinversetzen kann.
Der Roman hat mich so tief bewegt, dass ich der Autorin Shelle Sumners eine E-Mail schreiben musste. Es war ja ihr Debütroman – in solchen Fällen sind die Autoren ja immer noch bereit, persönlich ihren Fans zu antworten. Sie hat mir auch berichtet, dass sie selbst mit einem Singer und Songwriter (Lee Morgan) verheiratet ist, der sogar den Soundtrack zum Buch geschrieben hat. Die Lieder sind auch wirklich sehr nett, da kann man sich gut vorstellen, dass Tyler sie singt.
Allerdings: Das Hörbuch wurde gekürzt. Ich habe kurz in das Buch reingeschaut und muss sagen, dass ich es noch besser fand. Ich finde es immer schade, wenn Hörbücher gekürzt werden. Das hätte hier nicht passieren dürfen!
FAZIT: Unbedingt lesen! Über das Buch kann man lesen: “Die romantischste und witzigste Lovestory des Jahres!” – Dem kann ich nur uneingeschränkt zustimmen! Es ist übrigens das einzige Hörbuch, dass ich direkt nach dem ersten Mal hören noch einmal gehört habe. Wirklich empfehlenswert!
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Geschrieben am 30. März 2013 by Angela
Normalerweise lese ich Bücher, deren Verfilmung ich schon gesehen habe (außer bei Klassikern), nicht mehr – weswegen ich die Bücher in der Regel vorher lesen muss. Hier habe ich eine Ausnahme gemacht. Der Film “Extrem nah und unglaublich laut” habe ich letztes Jahr gesehen – er hat mich sehr bewegt. Jetzt habe ich das Hörbuch von Jonathan Safran Foer mit dem gleichen Titel gehört. In dem Roman geht es um den neunjährigen Jungen Oskar Schell, dessen Vater am 11. September 2001 im World Trade Center gestorben ist. Als Oskar in einer Vase einen Schlüssel mit dem Namen “Black” findet, versucht er mit diesem Hinweis den Herrn oder die Frau Black zu finden, die ihm etwas über seinen Vater sagen kann. Es ist das letzte Rätsel, das ihm sein Vater, der ihm immer Rätsel aufgab, hinterlassen hat.
Mit der Suche nach dem Schlüssel und durch Rückblenden erfahren wir die Geschichte vom Tod seines Vaters Thomas Schell. Gleichzeitig erfahren wir die Geschichte von seinem Vater und sogar von seinem Großvater. Hier sind also viele Geschichten miteinander verwoben - und das hat Jonathan Safran Foer wirklich fantastisch gemacht. Das Buch war – genauso wie der Film – großartig. Gerade als Hörbuch hat es mir auch wirklich gut gefallen. Allerdings ist es gekürzt!
FAZIT: Unbedingt hören, lesen oder sehen! Was ihr wollt! In jedem Fall beachtenswert!!
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Geschrieben am 28. März 2013 by Angela
Gerade habe ich T.C. Boyles Buch “Dr. Sex” zu Ende gehört und wurde wirklich gut unterhalten. In dem Roman geht es um den Sex-Papst Dr. Kingsey (bekannt durch den Kingsey-Report, in welchem er in den 1950er Jahren erstmals statistisches Material über das menschliche Sexualverhalten veröffentlichte). Mit einer fiktiven Geschichte bekommt man Einblicke in den “inneren Kreis” um Kingsey herum – das Buch heißt im Original auch “Inner Circle”; ein wohl etwas besserer Titel, wie ich finde. Der Student John Milk wird von Kingsey, Professor für Zoologie in Indiana, in seinen neueste Studien eingeweiht: Dem Studium der Sexualität von Männern und Frauen. Bald gehört auch er zum “Inner Circle”, was nach T.C. Boyles Beschreibungen auch sexuellen Kontakt mit Kingsey mit einschließt.
T.C. Boyle schreibt sehr unterhaltsam, aber auch sehr detailliert. Auch bei den Intimitäten nimmt er kein Blatt vor den Mund und benennt sexuelle Praktiken ohne Scheu. Aus dem Blickwinkel des ehemaligen Studenten John Milk erfahren wir in einer Rückschau, wie Kingsey der sexuellen Revolution den Weg ebnete.
FAZT: Mir hat das Hörbuch – sehr toll übrigens von Jan Josef Liefers vorgelesen – sehr gut gefallen. Leider war auch dieses Hörbuch gekürzt. Ich hätte gut und gerne noch etwas weiter zuhören können. Es war erregend und informativ ebenso wie unterhaltsam. Ich kann nur eine klare Empfehlung aussprechen.
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Geschrieben am 21. März 2013 by Angela
Soeben habe ich Kerstin Giers Roman “Die Mütter-Mafia” zu Ende gehört. Das Buch lag ja schon lange überall herum und als Mutter hat es mich immer angesprochen – aber auch zugleich abgeschreckt. Doch seit es nun bei audible.de die Aktion gibt “Halbe Hörbücher” zu kaufen, also zwei “halbe” für ein Abonnement (das sind meistens kürzere und schon etwas ältere Hörbücher), habe ich mir es doch herunter geladen.
In dem Buch geht es um die Hausfrau und Mutter Constanze, die mit Mitte 30 plötzlich von ihrem erfolgreichen Mann verlassen wird und sie nun mit ihren beiden Kindern Nelly (fast 14) und Julius (5) in das ehemalige Haus ihrer Schwiegermutter in die Vorstadt ziehen muss. Dort leben mehr nur die “Bessergestellten”, sie gehört nun als Alleinerziehende nicht mehr wirklich dazu. Der Roman beschreibt auf amüsante Art, wie sie ihr Leben nun meistert und welche neuen Freundschaften sich entwickeln.
Kerstin Gier schreibt wirklich sehr lustig und flott, das Ganze ist wirklich sehr unterhaltsam. Es ist auch ein Buch über Freundschaft, wie man zueinander stehen und sich aufeinander verlassen kann. Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen, auch wenn ich nur die gekürzte Hörbuchfassung gehört habe. Allerdings finde ich es sehr anstrengend, Mirja Boes in einem Hörbuch zuzuhören. Ich finde sie ja sonst ganz ganz toll, aber bei einem Hörbuch passt das nicht so richtig. Sie redet an manchen Stellen viel zu schnell (was ja auch sonst so mit ihr Markenzeichen ist), aber wenn dies einem direkt aufs Ohr gepustet wird, ist das schon anstrengend.
FAZIT: Wirklich lesenswert – das Hörbuch ist eher Geschmackssache; außerdem ist es mit etwas mehr als 4 Stunden nicht sehr lang. Ich habe gerade gelesen, dass es noch Vorsetzungen gibt. Also die ideale Sommer-Freizeitlektüre.
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Geschrieben am 27. Februar 2013 by Angela
Soeben habe ich den Thriller “Kalte Stille” von Wulf Dorn zu Ende gehört. Das Buch hatte ich deshalb ausgewählt, weil ich noch ein halbes Hörbuch bei der neuen Hörbuchaktion von audible.de übrig hatte und mich der Sprecher David Nathan bereits über 30 Stunden bei Stephen Kings “Der Anschlag” begleitet hat – und er ist einfach ein überaus begnadeter Sprecher. Doch leider kann auch eine tolle Stimme nicht über einen miesen Inhalt hinwegtäuschen.
In dem Buch geht es um Jan Forstner, der nachdem sein kleiner Bruder Sven vor 23 Jahren spurlos verschwunden und sein Vater danach unter mysteriösen Umständen verunglückte, als Psychiater sein Lebensunterhalt verdient – und zwar genau spezialisiert auf Menschen, die Kinder entführen und missbrauchen. Als er nach einem Zusammenbruch bei dem ehemaligen Kollegen seines Vaters (der auch Psychiater war) eine neue Chance erhält, bringt ihn ein Selbstmord in der dortigen Psychiatrie der Vergangenheit wieder näher…
Das Buch ist solide geschrieben, die Geschichte finde ich ehrlich gesagt recht langweilig. Sie ist wenig überraschend. Mehr kann ich dazu nicht sagen.
FAZIT: Langweilig, muss man nicht lesen. Okay, das Hörbuch war gekürzt, vielleicht ist das gesamte Buch ja besser…
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Geschrieben am 9. Februar 2013 by Angela
Ich war schon ganz gespannt auf J.K. Rowlings Roman “Ein plötzlicher Todesfall” und habe ihn als Hörbuch gehört. 19 Stunden und damit ungekürzt hat mich diese englische Kleinstadt begleitet – und ich war wirklich begeistert von dem Roman.
Die Geschichte: Pagford ist eine beschauliche englische Kleinstadt. Als plötzlich der Lehrer und Gemeinderatsmitglied Barry Fairbrother an einem Schlaganfall stirbt, ist die Stadt in heller Aufruhr. Fairbrother hat sich nämlich stark für die städtische Entziehungsklinik eingesetzt, die die anderen Gemeindemitglieder lieber heute als morgen schließen wollen. Mit seinem Tod ist nun ein Kampf und seinen Platz im Gemeinderat ausgebrochen.
Ich war ja zunächst etwas skeptisch, wie Rowling den Sprung von dem Jugend-Fantasy-Roman hin zum gesellschaftskritischen Erwachsenen-Roman schafft, doch ich finde, er ist ihr wirklich gelungen. Die Geschichte ist wirklich außergewöhnlich kreativ und zeitlich gesellschaftskritisch. Sie schreibt teilweise gar nicht jugendfrei – das fand ich manchmal übertrieben, aber wahrscheinlich musste sie sich das politisch Korrekte von Harry Potter einmal wegschreiben… schon okay also.
FAZIT: Ingesamt ein wirklich hervorragender Roman, der mich wirklich bewegt hat und den ich nur wärmstens empfehlen kann. Wirklich kein Potter-Abklatsch, sie hat sich ganz davon befreit. LESEN!
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Geschrieben am 5. Januar 2013 by Angela
“Selbs Justiz” von Bernhard Schlink und Walter Popp habe ich schon lange Zeit in meiner Audio-Bibliothek und auch schon einmal bis zur Hälfte gehört, doch dann aufgehört. Warum, weiß ich nicht mehr, es lag auf jeden Fall nicht in den Buch. “Selbs Justiz” spielt 1989 in Süddeutschland. Der ehemalige Staatsanwalt Gerhard Selb, der aufgrund seiner Nazi-Vergangenheit nun als Privatdetektiv tätig ist, wird zu seinem Schwager gerufen. In dessen Chemiekonzern ist ein Hacker in das System eingedrungen und bringt einiges durcheinander – ohne große Schäden anzurichten. Selb wird beauftragt, diesen zu finden.
Der Roman ist wirklich interessant geschrieben: Reiner Ich-Erzähler (weshalb ich die Hörbuchversion, gelesen von Hans Korte, wirklich empfehlen kann), der viele Einblicke in das Leben eines eher altmodischen Erzählers gibt. In der Mitte des Romans ist der Schuldige gefunden, doch es geht noch interessant weiter. Hier soll nicht mehr verraten werden: selber lesen!
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Geschrieben am 18. Dezember 2012 by Angela
Nun habe ich den dritten Eberhofer-Roman zu Ende gehört – und ich glaube, ich habe einfach eine Überdosis. Diesmal fand ich das Buch nicht so toll, auch wenn die Geschichte genauso okay ist wie die letzten beiden. Es geht um “Schweinskopf al dente” von Rita Falk.
Zur Geschichte: Der Richter Moratschek von Niederkaltenkirchen hat eines Abends als er ins Bett gehen will einen Schweinskopf im Bett, welchen er sofort als Morddrohung versteht. Kommissar Eberhofer muss ermitteln…
… vielleicht sind es auch nur die Stereotypen, die langsam langweilig werden: der Eberhofer und sein Vater, seine Oma, sein Bruder mit thailändischer Frau und Kind Sushi (Uschi)… irgendwie bringt Rita Falk dieses Mal so wenig Neues.
FAZIT: Wirklich ganz nett, diesmal war ich aber froh, dass das Hörbuch gekürzt war.
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